Anfangsjahre bis 1965
Die Geschichte der heutigen Sportwagenschmiede Porsche geht auf das Jahr 1930 zurück, als der damals noch unbekannte Ingenieur Ferdinand Porsche in Stuttgart sich mit einem Konstruktionsbüro selbstständig machte. Zuvor machte sich Ferdinand Porsche bereits bei namenhaften Firmen wie Austro-Daimler, Daimler-Motoren-Gesellschaft und Steyr den Ruf als exzellenter Ingenieur und Konstrukteur.
Die Besitzverhältnisse waren zu 70% bei Ferdinand Porsche, 15% bei Adolf Rosenberger und 15% bei Anton Piech. Gerade die Familie Piech wird in der Geschichte von Porsche noch eine große Rolle spielen. Die erste Konstruktion, der Porsche Typ 12 war ein Kleinwagen für NSU, darauf folgte der Typ 32, ein Mittelmotor Fahrzeug ebenfalls für NSU, das schon einige Gemeinsamkeiten mit dem Käfer aufwies. 1933 entwickelte Porsche den heute legendären 16-Zylinder Auto-Union Rennwagen, der als erste Fahrzeug seiner Art erfolgreich mit einem Heckmotorkonzept im Motorsport tätig war. Durch den Ruf, den sich das noch sehr junge Unternehmen erwarb wurde auch die Reichsregierung 1934 aufmerksam auf die Dr. Ing. h. c. F. Porsche GmbH und beauftragte diese mit der Entwicklung des KdF-Wagens, später als VW Käfer berühmt geworden, womit der Grundstein für die spätere Expansion der Firma gelegt wurde. Während des zweiten Weltkrieges wurde Porsche auch mit zahlreichen Aufträgen der Rüstungsindustrie bedacht, unter anderem stammen von ihrem Reißbrett der Kübelwagen, Schwimmwagen, die Panzer Tiger, Maus und Elefant sowie des Volkstraktors. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde Ferdinand Porsche mit seinem Sohn Ferry Porsche als Drahtzieher und Konstrukteur hinter Hitlers Regime von den Besatzungsmächten angeklagt und inhaftiert. 1947 wurden die beiden gegen Zahlung einer Kaution an die Franzosen freigelassen und am Porschewerk im österreichischen Gmünd wurde unter Leitung von Ferry Porsche das erste Fahrzeug mit dem heutigen Namen Porsche vom Band gelassen - der 356 Nr. 1 Roadster. Die Serienversion des 356 verkaufte sich bis 1950 47 mal und war damit der erste Verkaufserfolg der jungen Marke.
Mit dem Tod von Ferdinand Porsche 1951 erbte Ferry Porsche die Hälfte der Unternehmensteile und baute mit einer Erstproduktion von 400 356er Porsches den heutigen Unternehmenssitz in Stuttgart-Zuffenhausen auf. Bis zur Einstellung der Produktion 1965 konnte Porsche von dieser Konstruktion und seinen zahlreichen Weiterentwicklungen 76.302 Fahrzeuge an den Mann bringen. 1963 wurde das bekannteste Produkt der Firma Porsche entwickelt: Der Porsche 911.
1966 bis 1987
Mit dem Porsche 911 etablierte Porsche sich endgültig in der Sportwagenklasse und wurde durch die verkauften Stückzahlen zu einem großen Unternehmen. Während es auf Seite der Konstruktionen sehr gut lief kam es hinter den Kulissen zu Machtkämpfen der Familie Porsche und Piech, worauf hin das Unternehmen 1972 zur Porsche AG umgewandelt wurde. In der selben Zeit wurde zusammen mit Volkswagen der Porsche 914 entwickelt, der die Modellpalette von Porsche nach unten abrundete und 1976 erschien der Porsche 924, der ursprünglich für Audi entwickelt wurde und im Laufe seiner Evolution zum Porsche 944 später sogar den 911er ablösen sollte. Durch die Entwicklung des Transaxlecoupés machte Porsche jedoch den Fehler sein wichtigstes Etikett nicht weiter zu entwickeln, womit für den 911er immer weniger Käufer gefunden werden konnten und sich eine finanzielle Schieflage für den Konzern ergab.
1988 bis 2000
Es zeichnete sich ab das die Strategie den 944 und den 928 als Nachfolger des Porsche 911 zu positionieren falsch war, da die Käufer den sportlichen Charakter in diesen Modellen vermissten. 1992 stand Porsche tief in den roten Zahlen, Wendelin Wiedeking übernahm die Unternehmensführung und entwickelte die Marke zum profitabelsten Autohersteller der Welt. Die Entwicklung des 944 und 928 wurde eingestellt, der Porsche 911 wurde mit der Serie 993 wieder gestärkt was der Marke das Überleben ermöglichte und es wurde im Hintergrund an der Umstellung auf wassergekühlte Motoren gearbeitet. 1996 wurde der Boxster präsentiert und ein Jahr später feierte die erste Wasser gekühlte Generation des 911er Premiere.
2000 bis heute
Durch die konstante Weiterentwicklung und Pflege des Gutes 911 konnten sich rasch auch eingefleischte Fans daran gewöhnen mit wassergekühlten Fahrzeugen der Marke zu leben. 2002 wurde der Porsche Cayenne präsentiert, das erste Fahrzeug der Marke, das dass klassische Sportwagensegment verließ. Beflügelt durch den reißenden Absatz der Fahrzeuge wurden die Kriegskassen gefüllt und Porsche versuchte Volkswagen zu übernehmen. Durch einige strategische Fehler wurde dieses Vorhaben allerdings aufgegeben und aufgrund einiger Finanzierungsprobleme wurde Porsche letzten Endes vom Volkswagenkonzern aufgekauft, derzeit hält VW 49,9% an Porsche. Porsche behält seine Eigenständigkeit und ist nach wie vor der profitabelste Hersteller der Welt, derzeit vollzieht sich hinter den Kulissen der Wandel zu ökologischen Ansätzen.
Modellpalette
Porsche Boxster
Ein Mittelmotorroadster mit Sechszylinder Boxermaschine im Heck. Der Boxster wird derzeit mit zwei Benzinern von 245 bis 295 PS angeboten, mit im Programm ist derzeit auch eine Spydervariante mit einem provisorischen Verdeck und Designanleihen bei dem legendären Porsche 550 Spyder.
Porsche Cayman
Aufbauend auf der Plattform des Boxsters ist der Cayman ein Sportwagen mit Mittelmotor. Seit seiner Präsentation wird dieses Fahrzeug in den Medien vor allem wegen seines Handlings gelobt, die Motorenpalette beinhaltet die Maschinen aus dem Boxster mit 245 und 295 PS.
Porsche 911 Carrera
Der Klassiker der Marke - derzeit angeboten in drei Karosserieversionen als Targa, Coupé und Cabriolet. Leistungstechnisch beginnt das Fahrvergnügen mit 325PS im klassischen Carrera und reicht derzeit bis zu 620PS im GT2 RS.
Porsche Panamera
2009 feierte der große Luxusporsche seine Premiere. Übernommen wurde die Motoren aus dem Cayenne, ansonsten ist das Fahrzeug eine komplette Neuentwicklung. Mit Heck und Allradantrieb und Motoren von 300 bis 500 PS deckt der Panamera das Nobelsegment ab.
Porsche Cayenne
2010 feierte der neue Cayenne seine Debüt, leichter, kürzer und tiefer als der Vorgänger widerspricht das Fahrzeug dem Trend immer schwerer und größer zu werden. Der SUV wird mit 5 Motoren angeboten, drei Benziner von 300 bis 500 PS, ein Hybrid mit 380 PS Systemleistung ein Diesel mit 240 PS.





