Die Firma Ford wurde von dem Amerikaner Henry Ford im Jahre 1903 in Detroit gegründet. Ford war in der heutigen Weltautostadt der erste KFZ Hersteller. In den ersten beiden Jahren wurde 1700 Einheiten produziert.
Ford konnte nur wenige Fahrzeuge montieren. Die Autos wurden von Gruppen zu 2 bis 3 Personen montiert, die Teile wurden zugeliefert.
1908 konzipierte Ford das Modell T, welches preisgünstig und robust war. So wurde es zu einem der ersten Kultautos. Der Erfolg des Autos, welches als Tin Lizzy in die Geschichte einging, war so groß, dass Ford sich neue Produktionsmethoden ausdenken musste.
So kam Henry Ford auf die Fließbandproduktion, bei der jeder Mitarbeiter nur wenige Handgriffe beherrschen musste um die Autoproduktion zu unterstützen. Die einzelnen Fahrzeugteile wurden dabei einbaugerecht ans Fließband geliefert. So konnte die Produktionsgeschwindigkeit eines Autos von 12 Stunden auf 1,5 Stunden gesenkt werden und es kam zu einer Massenproduktion.
Auch Diversifikation der Teile führte Ford dabei ein, das heißt, dass im Gegensatz zu früher die Teile gegen andere Teile eines Fahrzeugs gleichen Typs ausgetauscht werden konnten. Daher zielt auch Henry Fords berühmter Spruch: " Sie können mein Auto in jeder Farbe haben, solange es schwarz ist".
So wurden von dem Model Lizzy 15 Millionen Einheiten gebaut. Eine Produktionszahl, die nur noch vom VW Käfer fast 50 Jahre später erst übertroffen werden sollte.
Als erste ausländische Automarke nach dem 1. Weltkrieg eröffnete Ford 1925 seine Pforten in Deutschland und zwar in Berlin. Wenige Jahre später jedoch wurde ein Großteil der Produktion und Entwicklung nach Köln verlegt.
Das dunkelste Kapitel deutsche Geschichte klammert Ford aus, in dem man sagt, dass Ford während des NS Regimes keinen Zugriff und keine Gewinne aus den deutschen Werken erzielte. Zumal Ford nicht in den Verruf kommen wollte, beide Weltmächte während des Zweiten Weltkrieges unterstützt zu haben.
Tatsache jedoch ist, dass Ford schon am Tag der deutschen Kapitulation seinen Betrieb wieder aufnehmen konnte und PKWs produzierte. Die Produktion von LKWs war zunächst noch verboten.
Aber der Siegeszug der Marke Ford nahm seinen Anfang.
Modelle wie der Buckel Taunus (Neuaufgelegtes Modell des Ford Taunus aus der Vorkriegszeit), der Taunus 12M Meisterstück - bekannt als Weltkugeltaunus aufgrund seiner Kühlerfigur, Capri, Granada und nicht zuletzt die Rennsportausführungen Sierra Cosworth und Escort RS treiben heute noch vielen Liebhabern einen feuchten Glanz in die Augen.
Der Erfolg der Firma Ford war so groß, dass man in den 60er und frühen siebziger Jahren Arbeitskräfte aus der Türkei, Italien und von der iberischen Halbinsel anwarb um das Auftragspensum erledigen zu können. Nach wie vor erfreut Ford sich in Deutschland größter Beliebtheit.





