Allgemeines und Geschichtliches:
Die Bayrischen Motorenwerke(BMW) AG ist ein deutscher Hersteller von Automobilen, Motoren und Motorräder und somit im DAX an der Frankfurter Börse dotiert. Der Hauptsitz liegt in München, wobei das Unternehmen weltweit ca. 100000 Mitarbeiter beschäftigt und 2008 einen Umsatz in Höhe von ca. 53 Milliarden machte.
Gegründet wurde das Unternehmen 1916 ursprünglich als Bayrische Flugzeugwerke. Vorgänger war die, von Karl Rapp gegründete, Rapp Motorenwerke GmbH. Ihren Namen wandelten Sie 1917 in BMW GmbH, dann ein Jahr später in BMW AG um, was durch die Gründung einer Aktiengesellschaft gegeben erschien. Erster Geschäftsführer des Unternehmens Franz Josef Popp, der seines Amtes bis 1942 waltete. Mit der für BMW berühmten Automobileherstellung wurde 1928 in Eisenach begonnen, da sie die Fahrzeugfabrik Eisenach AG übernahm. Am 22. März produziert BMW dann ihr erstes Serienautomobil, die DA 2. 1932 folgte dann darauf der AM 1 und 1933 der 303. Bedingt durch den erneut benötigten Flugzeugmotorenbedarf der deutschen Rüstung wurde die Automobilherstellung wiederum einen Nebengeschäft. Jedoch konzipierte das Unternehmen 1935 mit dem 326, 1936 mit dem Sport-Roadster 328,1937 mit dem 327 weiterhin innovative und ansprechende Modelle. Besonders der Roadster machte auf BMW als Hersteller sportlicher Fabrikate aufmerksam, da dieses Modell auch bei zahlreichen Rennveranstaltungen Erfolge erzielte. Während der Kriegszeit konnte das Unternehmen große Umsätze aufgrund der benötigten Rüstungsgüter machen, doch durch den Einzug von Mitarbeitern in den Wehrdienst gingen wertvolle Arbeitskräfte verloren, alleine Anfang 1942 wurden ca. 6000 Mann zum Kriegsdienst bestimmt. Auch die Luftangriffe der Alliierten auf wichtige Produktionsstätten und Zulieferbetriebe erschwerten bis zum Kriegsende die Produktion. In der Nachkriegszeit, also ab 1945, war das Hauptwerk in München nahezu komplett zerstört und die SU übernahm ihres in Eisenach. Dieses bot weiterhin Autos unter dem Namen BMW an, was die Münchner 1951 gerichtlich unterbinden ließen. Die hingegen konnten aufgrund des hohen Zerstörungsgrades bis dahin keine Automobile fertigen und kamen mit der Produktion von Motorrädern, Kochtöpfen, u.ä. über die Runden. Doch dann konnte 51 endlich das erste Modell vorgestellt werden der 501, welches einen Oberklassewagen darstellte. Da aber dessen Herstellung derartig aufwendig war, macht BMW mit ihm einen kräftigen Verlust. Des Weiteren spitzte sich bis zu den späten 50er Jahren die Finanzkrise des Konzerns zu, weil auch in anderen Bereich die Absatzzahlen rückläufig waren. 1959 sollte es dann zu einer übernahme durch die Daimler-Benz AG kommen, denn der Konzern konnte sich selber kaum noch finanzieren. Doch der leidenschaftliche Einsatz von der Belegschaft, Betriebsräten u.s.w. verhinderten Dieses. Darauffolgend kam es mittels Investitionen von beispielsweise Herbert Quandt zu der Entwicklung von Modellen in der Mittelklasse: BMW 1500, 1800 u. 2000, welche durch Rennerfolge schnell Popularität erlangten und somit den Verkauf steigerten. Durch die Nullzweier-Serie 1966 kam das Unternehmer dann wieder Richtung in Schwung. 1967 wurde sich die Hans Glas GmbH in Dingolfing einverleibt und wiederum zu einem Produktionsstätte umfunktioniert. Die 1968 schließlich präsentierte man den E 3 2500 und den 2800 und überzeugte durch die Laufruhe auf voller Linie. Von 1970 an war Eberhard von Kurheim bis 1993 Vorstandvorsitzender. Unter seiner Führung steigerte sich der Umsatz um ein 18-Faches auf 29 Mrd. DM, was mit der Vervierfachung der Autoproduktion und der Verdreifachung der Motorradproduktion einherging. Alleine die Zahl der Beschäftigten stieg von 23000 auf 71000. Bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung des Unternehmens wurden in Deutschland z.B. Regensburg, österreich, Südafrika und USA neue Produktionsstätten erschlossen.
Zu Beginn der 90er Jahre meinte man bei BMW, um auf dem Weltmarkt weiterhin bestehen zu können, müsse man am Markt bezüglich bereits vorhandener Unternehmen tätig werden, um z.B. schon entwickelte Produkte nicht in selbständiger Arbeit erfinden zu müssen und längst Innoviertes nutzen zu können. So tätigte man 1994 die übernahme der britischen Rover-Group( Rover, MG, Mini, Land Rover). Jedoch wurde diese Entscheidung zu einem finanziellen Debakel und verschliss 9 Mrd. DM und führte zur Räumung des Postens von Bernd Pischetsrieder, den damaligen Vorstandsvorsitzenden. Vor allem mangelnde Innovationsbereitschaft auf Seiten der Briten und veralteter Technik und schlachten Marktimages führte schließlich zur unausweichlichen Trennung im Jahr 2000. MG-Rover wurde für die lächerliche, symbolträchtige Summe von 5 Pfund abgegeben. Land Rover kostete mehr, da ein neues Modell konzipiert war und ging an Ford. Mini ist bis heute Teil von BMW. 2003 bekam BMW die Markenrecht an Rolls-Royce und konnte das schon erstellte Phantom auf den Markt etablieren. Zudem produziert BMW die ersten für den Verbraucher geeigneten Wasserstofffahrzeuge. Die Massenproduktion scheint bislang nicht gewinnbringend, kann aber durch Forschung in den nächsten Jahren rentabel werden. Es handelt sich bislang um zwischen normalen Kraftstoff und Wasserstoff verstellbare Fahrzeuge. Das Markenzeichen von BMW trägt im klassischen Stil die drei Buchstaben des Unternehmens und ist durch die Verwendung der weiß-blauen Farben an das "bayrisch" im Namen angelehnt. Das erste Auto mit dem Zeichen war der 3/15 PS.
Wichtigste Klassen und jeweilige Modelle:
Kleinwagen:
BMW stellte folgende Kleinwagen her: Die Isetta, den 600 und 700. Die Isetta wurde von 1955 bis 1962 produziert. Man nennt sie wegen ihrer Form auch liebevoll "Knutschkugel". Insgesamt wurden 162000 Stück dieses Modells verkauft und brachte BMW das dringend benötigte Geld nach dem Krieg. Sie war mit einem Einzylinder-Viertakt-Motor versehen, welchen es mit 250 cm³ und 12 PS oder mit 300cm³ und 13 PS gab. In Ihren Tank passten inklusive Reserve 13 Liter. Der 600 wurde aus der Isetta heraus gemacht. Er wurde von 57 bis 59 gebaut. Er besaß einen Hubraum von 585 cm³ und eine Leistung von 19,5 PS. Seine Höchstgeschwindigkeit lag bei ca. 100 Km/h. Allerdings wurde nicht erwähnenswert viele Exemplare abgesetzt, was durch den relativ hohen Preis von fast 4000 DM zu erklären ist. Der 700 wurde als Coupé, viersitzige Limousine und als 2+2-Sitzer Cabriolet hergestellt. Er wartete mit ca. 700 cm³ und 32 PS auf. Der Sport/CS mit 40 PS. Insgesamt wurden 180000 Fahrzeuge dieses Modells gebaut. Er führte BMW langsam zur Mittelklasse hin.
Kompaktklasse:
In dieser Klasse gibt es den 3er Kompakt E36/5, den 3er Kompakt E46/5 und den 1er. Die 3er sind eigentlich typische Mittelklasse Fahrzeuge, durch die Kompaktversion wurde lediglich versucht in die Kompaktklasse einzudringen. Hervorzuheben ist hier besonders der 1er, der auch die aktuelle Serie darstellt. Er wird seit 2004 produziert. Er wurde als Fünftürer konzipiert, allerdings gibt es seit 2007 auch den Dreitürer, Coupe und seit 2008 auch als Cabrio. Es gibt ihn mit normalem Ottomotor mit einem Hubraum von 1,6-3,0 Liter von 85-225 KW und Dieselmotor mit 2,0 Liter Hubraum von 85-150 KW. Bis September 2007 wurden die Schrägheckvarianten 456000mal abgesetzt. Er erhielt unter anderem zahlreiche Auszeichnungen wie z.B. der 116d als Firmenauto des Jahres 2009 von der Zeitschrift Firmenauto. Zudem besitzt er serienmäßig hohe Sicherheitsstandards wie Antiblockiersystem mit Bremsassistent und Gurtstraffer, Cornering Brake Control, ein elektronisches Stabilitätsprogramm mit Antriebsschlupfregelung und zusammen sechs Airbags. Dies wurde bei der Insassensicherheit von der Euro-NCAP-Crashtest mit fünf von fünf möglichen Sternen gewürdigt.
Mittelklasse:
In dieser Klasse gab es von BMW folgende Baureihen: Von 66-74 die sog. 02er-Serie, danach wurde mit dem Bau der 3er-Serie begonnen, die auch hier die aktuelle Serie darstellt. Von 75-83 wurde die E21 gebaut. Die ersten Fahrzeuge der 3er-Reihe. Sie gab es als zweitürige Limousine mit einem 1,6-2,3 Liter Motor von 75-143 PS. Es gab noch keine Dieselmotoren mit diesem Modell. Der 323i erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 190 Km/h. Insgesamt wurden 1,364 Millionen Exemplare dieses Modells gefertigt. Der Nachfolger war der E30, welcher von 82-94 produziert wurde. Ihn gab es als zwei- und viertürige Limousine, fünftürigen Kombi, zweitüriges Cabrio und Roadster. Die Ottomotoren gingen von 1,6-3,2 Liter mit 55-175 KW, die Dieselmotoren mit 2,4 Liter mit 63-85 KW. Von ihm wurde erstmals die Sportvariante M3 angefertigt, die sich durch stärkere Motorleistungen auszeichnet. So hatte der M3 Sport Evolution 3 mit 2,4 Litern Hubraum 238 PS. Sein Nachfolger war dann der E 36, der von 90-2000 hergestellt wurde. Ihn gab es als Stufenheck viertürig, Kombi fünftürig, Coupe und Cabrio zweitürig, Schrägheck dreitürig. Es gab von 1,6-3,2 Liter Benzinmotoren mit einer Leistung von 73-239KW und Dieselmotoren mit 1,7-2,5 Liter mit 66-105 KW und erstmals einen Erdgasmotor mit 1,6 Liter und 60 KW. Dann den E46, welcher von 98-2007 hergestellt wurde. Ihn gibt es in denselben Karosserievarianten wie seinen Vorgänger. Die Benzinmotoren reichen von 1,8-3,2 Liter mit 77-265 KW und Dieselmotoren 2,0-3,0 Liter mit 85-150 KW. Die aktuelle 3er-Reihe wird seit 2005 produziert. Sie gibt es bis auf das Schrägheck in denselben Karosserievarianten wie vorher. Die Benzinmotoren reichen von 1,6 - 4,0 Liter (90 - 309 kW) und die Dieselmotoren von 2,0 - 3,0 Liter (85 - 210 kW). Er erhielt im Euro-NCAP-Crashtest fünf von fünf möglichen Sternen.
Obere Mittelklasse:
Die Baureihen der Oberen Mittelklasse sind: Die Neue Klasse und die 5er-Serie, welche sich aus dem E12, E28, E34, E39, E60/61 zusammensetzt. Die Neue Klasse war die erste Mittelklasse-Baureihe und war somit der Ausgleich zwischen den Kleinwagen wie der Isetta auf der einen und dem 501/502 auf der anderen Seite. Die Neue Klasse wurde bis 1972 hergestellt und bestand aus den Modellen 1500, 1800, 1600, 2000 Limousine und Coupe. Diese Bezeichnungen sind dabei immer fast genau identisch mit dem Hubraum. Die Leistungen reichten von 80-100 PS. Insgesamt wurden von diesen allen ca. 325000 Exemplare produziert, wobei der 1800 und der 2000 davon mit jeweils ca. 145000 den Löwenanteil ausmachten. Jeweils wurde ein Vierzylinder Viertakt-Reihenmotor eingebaut. Den 2000 Coupe gab es wahlweise mit 100 oder 120 PS und erreichte je nachdem eine Spitzengeschwindigkeit von 170 bzw. 185 Km/h. Zudem waren diese Modelle Vorbilder für viele weitere Baureihen. Charakteristisch ist der Knick in der C-Säule, den heute noch viele Fahrzeuge aufweisen. Der E 12 war gleichsam der Start der bis heute erfolgreichen 5er-Reihe. Er wurde von 72-82 gebaut und war als viertürige Limousine erhältlich. Die Benzinmotoren reichten von 1,8-3,5 Liter und 66-166 KW. Es gab jeweils Vier- und Sechszylindermotoren. Der Nachfolger E 28 wurde von 81-87 gefertigt und mit einem 1,8 Liter Vierzylinderbenzinmotor, 2,0-3,5 Liter Sechszylinderbenzinmotoren und einem 2,4 Liter Sechszylinder Dieselmotor ausgestattet. Er war ebenfalls nur als viertürige Limousine erhältlich. Die Leistungen reichten von 66-210 KW. Der E 34 wurde als Stufenhecklimousine viertürig von 87-95 und als Kombi fünftürig von 91-96 gebaut. Die Benzinmotoren reichten von 1,8 - 4,0 Liter (83 - 250 kW) und die Dieselmotoren von 2,4 - 2,5 Liter (85 - 105 kW). Insgesamt wurden 1.331.056 Exemplare gebaut und war somit ein riesiger Erfolg. Auch wenn man heutzutage auf die Straße geht, kann man ihm immer wieder begegnen. Der E39 wurde in denselben Karosserievarianten wie sein Vorgänger hergestellt. Die Limousine wurde von 95-2003, der Kombi von 97-2004 produziert. Die Benzinmotoren reichen von 2,0 - 5,0Liter (110 - 294 kW) und die Dieselmotoren von 2,0 - 3,0 Liter (85 - 142 kW). Die neueste Reihe der E60/61 wird ebenso in denselben Karosserien angeboten. Die Produktion läuft seit 2003. Die Benzinmotoren können von 2,0 - 5,0 Liter (125 - 373 kW) und die Dieselmotoren von 2,0 - 3,0 Liter (110 - 210 kW) gekauft werden. Erwähnenswert erscheint, dass hier der Vorderwagen erstmals vollständig aus Aluminium gefertigt wurde, wodurch eine 50:50 Achslastverteilung gelang.
Oberklasse:
In der Oberklasse gibt es folgende Baureihen: Die Barockengel, E3, E23, E32, E38, E65/66/67/68, F01/02. Zu den Barockengeln gehörten die 501, 502, 506 bzw. 2600/3200. Er wurde von 52-64 gebaut. In gab es als zweitürige Limousine und Cabrio. Die Motoren waren jeweils Sechs- und Achtzylinder-Viertaktmotoren. Der 501 besaß einen 2 Liter Sechszylindermotor und die anderen einen V8-Motor mit 2,6 oder 3,2 Litern. Beispielsweise hatte der 501 65 und der 502 100 PS. Und konnten somit eine Höchstgeschwindigkeit von 135 bzw. 160 Km/h erzielen. Preislich lag der 501 bei ca. 15000 DM und der 502 bei ca. 17000 DM. Die Polizei setzten diese Modelle als Streifenwagen ein. Der E3 wurde dann von 68-77 gebaut und sollte mit der S-Klasse von Mercedes konkurrieren. Es gab ihn mit den Hubraumgrößen 2,5, 2,8, 3,0, 3,3 Liter. In diesen Fahrzeugen wurden als Innovationen erstmals Reihensechszylindermotoren eingebaut. Der E23 war darauf der erst der bis heute gefertigten 7er-Serie. Er wurde als viertürige Limousine von 77-86 produziert, wobei es ihn mit 2,5 - 3,5 Liter (110 - 185 kW) Motoren gab. Im E23 wurde schon 79 das ABS integriert. Der E32 wurde danach von 86-94 gebaut. Ihn gab es dann mit 3,0 - 5,0 Liter (138 - 220 kW) Motoren und in derselben Karosserievariante. Besonders muss man anmerken, dass im 750i der erste deutsche 12-Zylindermotor der Zeit nach dem Krieg eingebaut wurde. Der E38 wurde von 94-2001 produziert und war wiederum als viertürige Stufenhecklimousine erhältlich. Hier wurde von BMW bei der 7er-Reihe erstmals ein Dieselmotor eingebaut, den es mit 2,5 - 4,0 Liter (105 - 180 kW) gab. Den Benzinmotor gab es von 2,8 - 5,4 Liter (142 - 240 kW). Hierbei kann man anmerken, dass dies der Bondwagen aus "Der Morgen stirbt nie" war. Die E65/66/67/68 wurden von 2001-2008 produziert. Die Benzinmotoren reichen von 3,0 - 6,0 Liter (170 - 327 kW) und die Dieselmotoren von 3,0 - 4,5 Liter(160 - 242 kW). In dieser Reihe wurde erstmals das Bediensystem iDrive zum Einsatz gebracht. Der 760i besitzt eine Leistung von 445 PS. Die Modelle welche eine Geschwindigkeit von 250 Km/h erreichen sind von da an abgeregelt. Dieses Modell fällt insbesondere durch das neue bis dahin BMW-untypische Design des Hecks auf(wie auch schon beim aktuellen 5er). Der neueste 7er ist der F01. Er wird seit 2008 prouziert. Es gibt ihn mit 3,0 - 6,0 Liter (240 - 400 kW) Benzinmotoren und einem 3,0 Liter(180-225 kW) Dieselmotor. Der F02 ist der F01 mit 140mm verlängerten Radstand. Man erkennt dies an der l-Bezeichnung z.B. 760li. Der 760i besitzt auch den leistungsfähigsten Motor mit 544 PS und kostet stolze 134000€. Zudem gibt es von dem 750li und 760li High Security Modelle, z.B. für Politiker. Andere hier nicht ausgeführte Modelle, Baureihen sind die X(SUV), 6er und die Z(Roadster, sowie die Motorräder).





